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Dienstag, 6. Juli 2010

Linkliste mit Kunst und Jobs

http://nelesbilder.wordpress.com/2010/06/30/illustrationen-von-jimmy-turrell/
http://dbs-lin.ruhr-uni-bochum.de/ifmlog/?p=350

Samstag, 8. Mai 2010

"Frau Professor, ich hab da mal ne Frage...!" Über den Umgang mit Vielbeschäftigten

Auch wenn ich noch vom Status einer Professorin weit entfernt bin, habe ich immerhin die Seiten gewechselt und inzwischen einen interessanten Einblick in die Arbeitsweise von Professor_innen erhalten. Natürlich hat sich auch meine Perspektive auf Studierende geändert, nichtsdestotrotz teile ich mein Insiderwissen gern. Also liebe Student_innen, lest und staunt:
- Prof. Dr. ist viel beschäftigt. Neben den horrenden 8 SWS Lehre plus Vorbereitung, Betreuung und Korrektur von Hausarbeiten und Prüfungen kommt sie ja gar nicht mehr zur eigentlichen Arbeit: ihrer Forschung. Und wenn doch ist auch dieser Weg mühsam: Da müssen aufwendige Anträge für Drittmittelprojekte geschrieben werden, die nächsten zwei bis drei Artikel sind seit zwei Monaten überfällig und dann ist ja noch die Konferenz in Übersee, für die ein Vortrag vorbereitet werden muss.
Dies ist im Prinzip bei fast allen Uniprofessor_innen so.
Daraus folgt: Nehmt ihr möglichst viel Arbeit ab! Sprich, seit gut vorbereitet, informiert und strukturiert - denn sie ist es in den seltensten Fällen. Dies gilt für Seminarsitzungen, Sprechstunden, Prüfungen. Auf keinen Fall mit Fragen ankommen á la: "Ich würde gerne bei Ihnen eine Hausarbeit schreiben, hätten Sie eine Idee, worüber?" - Besser: "Ich würde gerne eine Hausarbeit über das Thema xy schreiben, ich habe da einiges recherchiert, aber im Seminar errwähnten Sie noch einige Autoren/ Artikel, deren Titel ich leider vergessen habe, welche waren das gleich?" - Selbst wenn Prof. nie entsprechende Autor_innen/Artikel genannt hat, wird sie dies nicht zugeben wollen und noch mal stark nachdenken, wen oder was ihr meinen könntet.
- Bitte keine langen (Lebens-)Geschichten, die erklären warum ihr das entsprechende Paper nicht rechtzeitig abgeben könnt. Bei all den Studierenden könnt ihr überhaupt froh sein, wenn sie euren Namen nach der Sprechstunde noch weiß. Kurz, knapp, konkret: "Aus diversen Gründen kann ich das Paper nicht bis Montag abgeben, ist nächste Woche auch ok? Ansonsten kann ich Ihnen gerne in der Sprechstunde erzählen, welche privaten/beruflichen Gründe mich derzeit daran hindern, das ist mir aber per Mail zu unangenehm..." - Darauf wird sie keine Lust haben und lieber ihr Einverständnis für eine Verlängerung geben...
- Alle Absprachen die mündlich gemacht werden, in einer Mail kurz schriftlich festhalten. "Wie in der Sprechstunde vereinbart konzentriere ich mich bei der Prüfung vor allem auf... In der Hausarbeit werde ich dann wie mit Ihnen abgesprochen, vor allem die Werke xys in den Blick nehmen" - Sollte in der Prüfung dann genau das nicht dran kommen, könnt ihr ja freundlich die ausgedruckte Mail hervorholen.
- Stellt Euch mit dem Sekretariat, ob Sekretärin oder studentische Hilfskraft, auf guten Fuß, denn das ist meistens nicht nur räumlich der kürzeste Weg zu Prof.
...die Liste wird später noch verlängert...

Montag, 1. Februar 2010

Denken als Arbeit

was ich an meinem job schwierig finde, ist die messbarkeit dessen, was ich getan habe. in meinem subjektiven empfinden ist das ergebnis gleich null. ich lehre, da seh ich dann zumindest einmal die woche je zwei stunden lang, was bei rumkommt...
ich schreibe an meiner doktorarbeit, oder soll daran schreiben. bisher habe ich null seiten, kein forschungskonzept, nix. na ja, meine masterarbeit. aber das steckt höchstens grob den rahmen ab.
jedenfalls sitze ich, mal zu hause, mal im büro, vorm rechner bzw. vor dem papier, lese, mache notizen und DENKE. trotzdem kann ich am ende einer woche oder eines monats nicht sagen, was dabei rausgekommen ist. blöd.

Samstag, 16. Januar 2010

schreibblockade II

wow, eine seite mehr geschrieben. deadline ist der 31.01. und ich hänge bei der hälfte der gewünschten zeichen. ich meine mich zu erinnern, dass es bisher immer so war: das denken sträubt sich seinen winterschlaf zu beenden, die hummeln im hintern summen plötzlich ziemlich laut und es fällt einem dauernd ein, was man noch mal eben googeln wollte. und dann muss man essen. und dann mal was trinken. und dann aufs klo. dann schreibt man zwei zeilen und dann fängt das ganze von neuem an. ich bin schon gespannt auf die zeit, wenn ich mich mal dr. bzw. prof. dr. nennen 'darf', ob sich da meine produktivität erhöht.
mein hauptproblem: gefühlte einsamkeit. ich kann ein ganzes wochenende allein mit mir, einem buch und guter musik (bzw. dvds) verbringen ohne irgendwas zu vermissen, aber kaum sitze ich 5 min. am schreibtisch fühle ich mich wie der einsamste mensch der welt. alle haben spaß nur ich nicht. überall sitzen menschen zusammen und genießen gemeinschaft, nur ich bin gestraft damit, vor einem bildschirm zu sitzen und mir die worte aus den letzten hirnwindungen zu saugen...totaler quatsch, aber diese stimme meldet sich immer dann, wenn ich mich hinsetze. ich würde ja gerne unter menschen schreiben, in einem cafe oder einer bibliothek. aber im cafe sitzen kann teuer werden und es ist auch nicht immer einfach an strom und internet zu kommen. außerdem missfällt es mir, von anderen gästen in die kategorie 'pseudokreative' gesteckt zu werden, wenn ich dort mit notebook und büchern abhänge. in verschiedenen bibliotheken habe ich es bereits probiert, aber da dort eher ein tenor von stille herrscht und die freakquote relativ hoch ist, tue ich das auch eher selten. was tun? tips?